Der Brexit wird voraussichtlich auch in Ihrer Organisation einige Änderungen erforderlich machen. Die Experten von Ziegler in Großbritannien und anderen europäischen Ländern tun ihr Möglichstes, um die durch den Brexit verursachten Störungen in den Logistiknetzwerken zu minimieren. Als internationale Spezialisten unterstützen wir Sie gerne bei diesem Übergang. Hierzu stellen wir Ihnen nachfolgend eine nicht abschließende Liste zur Verfügung, in der die Formalitäten aufgeführt sind, die zu erledigen sind, um die Auswirkungen des Brexits auf Ihr Unternehmen zu begrenzen.
Überprüfen Sie,
- inwiefern Produktbeschränkungen in Großbritannien oder den EU-Ländern gelten, in die Sie versenden –> überprüfen
- ob zusätzliche Lizenzen oder Zertifizierungen für Ihre Produkte benötigt werden –> überprüfen
- inwiefern für Ihre Produkte besondere Exportkontrollanforderungen gelten –> überprüfen
- ob Ihre britische Umsatzsteuer-Nummer gültig ist und Sie die Möglichkeit für einen Aufschub der Umsatzsteuerzahlung haben
Finden Sie
- die korrekten Zolltarifnummern (HS-Code/Harmonisiertes System) Ihrer Produkte heraus. Denken Sie daran, dass diese immer auf Ihrer Rechnung und bei der elektronischen Zollanmeldung anzugeben sind –> mehr erfahren
Stellen Sie sicher,
- dass Sie eine vollständige und genaue Handels- oder Proforma-Rechnung vorlegen.
- dass Sie eine EORI-Nummer (für die EU und das Vereinigte Königreich) beantragt haben.
- dass Sie ein UK-Aufschubkonto für Einfuhrzölle und die Einfuhrumsatzsteuer einrichten.
Wir stehen Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung, um Sie bei der Erledigung der Formalitäten im Zusammenhang mit dem Brexit zu unterstützen.
Weitere hilfreiche Materialien finden Sie nachfolgend (nur in Englisch verfügbar):
How to export goods from GB into the EU
How to import goods from the EU into GB
Unsere Teams wünschen Ihnen das Beste für das neue Jahr.
Ab dem 1. Januar müssen sämtliche Seeschiffe ihren Ausstoss von Schwefeloxiden reduzieren. Ab diesem Datum dürfen nur noch Treibstoffe mit einem Schwefelgehalt von max. 0,5% verwendet werden. Mit dieser Massnahme trägt die Schifffahrtsindustrie massgeblich zu einem ökologischeren Fussabdruck bei.
Ab dem 1. Januar 2020 müssen sämtliche Hochsee-Schiffe ihre Emissionen an Schwefeloxiden um 85% reduzieren. Diese neue Verordnung wurde von IMO (International Maritime Organization) erlassen, um dem wachsenden Druck bezüglich Schadstoffen in der Schifffahrt entgegen zu wirken Sie wird sich markant auf den globalen Erdölmarkt auswirken. Die eingesetzten Treibstoffe dürfen dann nur noch einen max. Schwefelgehalt von 0.5% (heutiger Grenzwert 3,5%) enthalten.
Welche Möglichkeiten bieten sich den Reedereien, damit diese Verordnung eingehalten werden kann?
Umstellung auf alternative Kraftstoffe:
Die Reedereien haben die Möglichkeit auf LNG umzusteigen. Dies ist für einige neue Schiffstypen vorgesehen und es gibt bereits Reeder, welche diesen neuen Kraftstoff erfolgreich einsetzen.
Scrubber
Es können Scrubber (Anlagen zur Entschwefelung von Abgasen) eingesetzt werden, um die Schadstoffe in den Abgasen zu entfernen. Die Möglichkeit zum Einbau dieser Anlagen oder der Umbau ist Kapazitätsgründen begrenzt und teuer.
Welche Auswirkungen hat diese Verordnung, welche Risiken sind damit verbunden?
Die Ankündigung dieser neuen Verordnung hat zu grosser Unsicherheit über die Verfügbarkeit von Erdölprodukten und der damit verbundenen Preisentwicklung geführt. Ein Preisniveau für die neuen, schwefelarmen Treibstoffe zu eruieren, ist zurzeit nicht möglich, denn die Preise hängen von diversen Faktoren ab (geopolitische Situation, Kriege, Unruhen, OPEC, etc).
Zum jetzigen Zeitpunkt ist klar, dass die Treibstoffkosten höher sein werden. Heutige Prognosen gehen von einem Anstieg der Preise von USD 200 bis zu USD 450 pro TEU aus. Dies ist lediglich eine Einschätzung und kann sich unter Ansicht verschiedener Aspekte wieder verändern. Die gesamte Branche wird mit volatileren Treibstoff-Kosten konfrontiert sein.
Die prognostizierten Kostensteigerungen werden sich nach heutigem Wissenstand erheblich auf die Preise der Frachtraten auswirken. Während der Implementierungsphase für die IMO 2020-Verordnung erwarten wir steigende Fracht- und Bunkerpreise bereits zum Ende des 3. Quartals 2019. Diese Preiserhöhung wird in Form eines höheren BAF (Bunker Adjustment Factor) ausgewiesen werden.
